Treibgut & Beute

Wer reisen will, muss fühlen.

Willkommen in meiner Welt

Das schicke ich nicht von ungefähr voraus.
In diesem recht intuitiven Kompendium an Reisegeschichten erzähle ich Euch ausschweifend und – manche mögen sagen – kapriziös von meinen Erlebnissen in der großen, weiten Welt. Das bedeutet aber auch, dass es sich bei weitem nicht um objektive, auf andere Umstände und Persönlichkeiten anwendbare Daten und Fakten handelt.
(Allein diese Worte niederzuschreiben bereitet mir Unbehagen.)
Soll heißen, ich übernehme keinerlei Verantwortung für irgendwas. – Ja? Nur damit das klar ist.

Was Euch am ehesten als hilfreich erscheinen könnte, so Ihr denn selbst in jenen Landen unterwegs sein solltet, wäre da der “Ultimative Guide”. Dort findet Ihr generelle Reisetipps, wobei auch diese in großzügigem Maße subjektiv gefärbt sein dürften. Aber ab und an überschneiden sich Realitäten ja, vielleicht habt Ihr Glück.

Für die gestählten Romantiker und herzhaften Tagträumer unter Euch empfehle ich die Rubriken “Treibgut”(Aphorismen, Gedankenbruchstücke, Geistesblitze) und “Beute”(waschechte Gedichte), in denen Ihr meinen Reisen auf eher abstrakten, verklärten und kryptischen Pfaden folgen könnt.

Doch wie bereits angedeutet, handelt es sich hierbei nicht um ein in sich geschlossenes Ganzes, ein wie auch immer geartetes System mit dem Anspruch auf Weisheit, die folgerichtig und widerspruchsfrei wäre, sondern um die Weitergabe von Ideen und Gedanken, die letzten Endes weder von mir noch von irgendjemand anderem stammen – und doch von uns allen.
Zudem handelt es sich um eine hübsch durcheinander gewürfelte Aneinanderreihung jener geistigen Kinder über die Jahre, die sich naturgemäß mit neuen Erfahrungen ändern oder von neuen Ansichten über bestimmte Dinge abgelöst werden. Denn irren ist menschlich. Im Allgemeinen nennt man das Entwicklung. Und die ist unendlich.

Was Ihr nun mit diesen Gedanken macht oder auch nicht, das sei großzügig Euch selbst überlassen. Was anderes ist auch gar nicht nötig, geschweige denn möglich. Denn niemand kann je hoffen, mehr zu erreichen. Man ist stets abhängig von der Wahrnehmung und Akzeptanz aller Menschen, was selbst Jesus am Kreuz erfahren musste, so man jener Form der Geschichtsschreibung Glauben schenken mag.
(Ob ihn das in dem Moment tatsächlich beschäftigt hat, ist wiederum eine andere Geschichte.)

Hütet Euch also, wenn Ihr es trotz dieser Warnungen wagen mögt, in die tiefen und unentrinnbar verwirrenden Stollen meiner Erlebniswelt einzudringen. Haltet Brotkrumen und Leuchtfackeln bereit, denn „wenn Ihr nicht auf Eure Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie Euch tragen“ (frei nach Bilbo Beutlin).

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Spaß
beim Lachen, Weinen und Schreien.
Stay safe & “Happy Travels”!

„The road goes ever on and on…“ (J.R.R. Tolkien)