Treibgut

„…(when a book appears with anything upsetting in it, the few who read it don’t need it, and the many who need it don’t read it).“
(Barfield’s Law, O. Barfield, „Night Operation“)

Zwischen den Zeilen

Letzte Wahrheiten          Irgendwie & Sowieso

Spiralfahrten                  Menschens Kinder

 

„,Das trieb mich zum Schreiben, und dass auch der Mitmensch dadurch ermutigt wird, so in sich zu schauen und dadurch zu einer Verträglichkeit mit seiner Umwelt zu kommen, war einzig und allein der Sinn meines Schaffens und Wirkens.‘“
(O.M. Graf; In: T. Grasberger, „Grant“)

„Kurzum, ihn hatte die Leidenschaft des Geschichtenerzählens ergriffen, und man weiß ja nie, ob die wirklich geschehenen Geschichten schöner sind, deren Vergegenwärtigung ein ganzes Meer von verflossenen Stunden, präzisesten Empfindungen, Augenblicken der Langeweile, der Glückseligkeit, der Ungewissheit, der Ruhmsucht, des Ekels vor dem eigenen Ich heraufbeschwört, oder ob man die erfundenen vorziehen soll, bei denen man gewaltig aufschneiden kann und alles ganz einfach erscheint; doch je mehr man ins Fabulieren gerät, umso eindringlicher wird man gewahr, daß man wiederum auf all das zu sprechen kommt, was man schon in der Wirklichkeit des Lebens durchgemacht oder begriffen hat.
Cosimo war noch in dem Alter, da die Lust am Erzählen die Lebenslust steigert und da man des Glaubens ist, man habe noch nicht genug erlebt, um davon zu erzählen zu können. (…) und den Ombrosanern neue Geschichten vortrug, die im Laufe des Erzählens von wahren zu erfundenen und von erfundenen zu wahren Geschichten wurden.

Doch in diesem Drange äußerte sich ein tieferes Unbefriedigtsein; hinter dieser Suche nach Zuhörern verbarg sich ein Suchen anderer Art.“
(I. Calvino, „Der Baron auf den Bäumen“)

Wilde Zeiten – Ein Münchner Sommer

Und vergib mir meine Sünden: Kreuzweg für Mieter

Gänse am Wasser: Stilles Gespräch

„(…); ein Stickmuster war es, über dem Nichts gewoben, dem Tintenfaden gleichend, den ich über Seiten und Seiten laufen ließ, beladen mit Korrekturen, Strichen, nervösen Klecksen, Flecken, Lücken – diesem Faden, der sich zuweilen zu dicken, lichten Beeren ausweitet, zuweilen sich, wie zu punktförmigen Samen, zu winzigen Zeichen verdichtet, bald in sich selbst zurückschlingt, bald sich gabelt, bald Satzklümpchen mit Blätter- oder Wolkengirlanden verbindet und sodann stockt und sich abermals zu verschlingen beginnt und läuft und läuft und sich in einer letzten närrischen Traube von Worten, Ideen, Träumen abspult und verwickelt und damit zu Ende ist.“
(I. Calvino, „Der Baron auf den Bäumen“)