17

Mai

Am Lagerfeuer

Auch ich wollt heut’ was schenken,
Kann aber nichts mir Schönes denken,
Bin
schlecht verwandt mit solchen Dingen;
Nur jenen, die meinem Geist entspringen.

Hier, im Kreise der Familie
Gleicht mein Herz dem einer Lilie.
Das Feuer züngelt wild und frei;
Orions Gürtel hat nur drei.

Der Mond hält drüben seine Wacht
Am Sternengipfel blauer Nacht.
Funken tanzen, Grillen klagen,
Und
wir träumen dann von neuen Tagen.

Von Liebe, Lust und Mitgefühl
Auf der roten Erde unterm Bühl.
Im Sturm der Welten, neu entfacht,
So dass ein neues Sein erwacht!

Frei und doch geborgen, voll Vertraun;
Meine Hände sind ja schon ganz braun!
An ihnen halten wir uns fest,
Und bestehen unsren Test:

Im lichten Raum vereint,
Ein Auge lacht, das andre weint,
Schauen wir hinaus in weite Ferne
In der grünen Wiege aller Sterne.

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