27

Apr

Hoffnung

Aufgrund der Menschen Übermut
Nahm so manches Land den Hut:
Immer mehren blieb kein Pappenstiel,
Denn immer weniger, brauchten viel.

Krieg, Zerstörung, Hunger, Tod;
Sorgen, Pein und Schwerenot,
Wuchernd in der Welten Leib,
Sind des Mammons Zeitvertreib.

Justitia und Sanity
Fielen schluchzend auf die Knie.
Kaum ein Hauch nur übrig blieb
Von Menschlichkeit und Nächstenlieb’.

Alle diese ehrbaren Geselllen
Am Joch aus adamantnen Schellen
Schwanden nach und nach dahin;
Aus dem Leben, aus dem Sinn.

Hinaus in ewig graue Nacht
Im Sturm der Gier – nach Macht.

Da nahm Sancho sich ein Herz
Und ersann sich einen Scherz:
Mit bloßen Händen, starr vor Gicht,
Schlug er im bleichen Morgenlicht

An die fetten Festungsmauern,
Wo die Anzugsträger kauern,
Mit süffisantem Schmatzer
Einen Kratzer.

Ein kleiner Funken stieb davon;
Hoffnung – unter kaltem Thron.

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