16

Mai

Seelheim

Fließend sprießt
Baum Waldes Blut;
Flüstert raschelnd
Tiefgrüne Flut.

Verloren scheint
Gold Herzens Sinn;
In seinem Grab,
Mein Geist darin.

Verwegen meint
Des Toren Drang;
In schwarzer Nacht
Die Furcht entsprang.

Saugt und lockt
Schwangres Gewirk;
Sein feuchter Schlund
Den Mahr verbirgt.

Schneidend streicht
Die Klau ins Mark,
In Seelen Fleisch;
Dämonensarg.

Traurig ruft
Des Dunklen Reich;
Gedanken Fluch,
Irrlichter Streich.

Winden singen,
Nymphen kauernd;
Vertrauter Schrit
t
In Büschen lauernd.

Silbern tanzt
Das Elfenfeuer;
Ihr flackernd Spiel,
Mein Lebens Steuer.

Schlagend zuckt
Der Fährten Spur
In Panes Kerker;
Wo war sie nur?

Greift und gräbt
Von Wurzeln Holz;
In tiefer Erd’
Zerrinnt mein Stolz.

Wispert, säuselt
Groß Wipfel Dach;
In Saft und Zweig
Magie erwacht.

Fächernd webt
Ihr herber Duft;
In ihrem Atem
Tropft die Luft.

Golden leuchtet
All Schöpfers Stern;
Betupft den Leib
Von weiter Fern.

In seinem Schoß
Ist mein Zuhaus;
Es ruft mich heim
Und lockt daraus.

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