16

Sep

Der letzte Sirenengesang: Macht abhängig

Das Geld ist der Scheißhaufen des Teufels.“
(G.G. Márquez, „Leben, um davon zu erzählen“)

Der schnöde Mammon. Alles nur Lug und Trug.“
(Terence Hill in „Vier Fäuste für ein Halleluja“)

Ich liebe Kapitalismus. Wenn ich traurig bin, stelle ich mir die Freiheitsstatue in einem Kleid aus Dollarnoten vor, mit einem aufgespießten Asylbewerber auf der Fackel.

Politiker sind Menschen, die die Maschine bedienen. Sie springen auf, wie auf einen fahrenden Zug, und sie springen auch wieder ab.“
(G. Mak, „In Europa“)

Es ist eine schauderhafte Erkenntnis, wenn man feststellt, dass die Welt von Wahnsinnigen regiert wird. – Entschuldigung, das mag etwas reißerisch klingen. Aber es stimmt halt.
Jedenfalls habe ich noch nie einen Menschen erlebt, der nach Macht und Anerkennung – oder einfach nur wahrgenommen zu werden – strebt und gleichzeitig mit sich und der Welt im Reinen ist. Anders herum: Wer innerlich im Frieden ist, braucht im Außen nichts.
Welch ein Gespenst aber vermag einen Gewaltherrscher so sehr zu peinigen, dass er Tausende oder Millionen gar seiner Mitmenschen zu Leid, zu Hunger und Tod verdammen muss, nur um den Irrlichtern seiner verfehlten Ambitionen nachzujagen?
Ein hoher Preis für das vermeintliche Seelenheil.

Der Zar ist ein Sklave der Geschichte, (…), und er hat weniger freien Willen als andere Menschen: je mehr Macht, je mehr Verbindungen mit anderen Menschen, desto weniger freier Wille.“
(L. Tolstoi, „Krieg und Frieden“)

Bei historischen Ereignissen sind die großen Männer nur die Etiketten, die dem Ereignis einen Namen geben, doch haben sie, ebenso wie die Etiketten, mit dem Ereignis selbst noch am wenigsten zu tun.“
(L. Tolstoi, „Krieg und Frieden“)

Madagaskar fließt langsam ins Wasser,
Die Flut nimmt sie alle hinfort
Präsidenten und korrupte Verprasser
Und auch den Ministre Du Sport.“
(D. Gastmann, „Mit 80.000 Fragen um die Welt“)

People who take whatever they want shall get what they deserve.

Sie werden die Zukunft aufgebraucht haben, ehe sie kommt.“
(H. Rosendorfer, „Briefe in die chinesische Vergangenheit“)

Hoffnung

 

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