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Mrz

Interessante Konzepte und wahrscheinlich vollkommen falsch

Zu schnell? Einmal zurückblättern, sehr gern: Politische Korrektheit…
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Nur der Filder gibt die Bilder.“
(Petar)

Wahnvorstellung

Sind wir bloß eine Wahn- (oder Warn-?) vorstellung von Gott?
Im Ernst, wenn man die Einheit der Schöpfung konsequent zu Ende denkt, muss man doch zu dem Schluss gelangen, dass unser lieber Herr
kognitiv mindestens ebenso dissonant ist wie es Menschen auf der Welt gibt. Also, der muss doch irre sein.

Wo will ich nur hin? – Na, wie immer: ans Mehr.

Wenn man immer der Wegbereiter ist, bleibt man selber auf der Strecke.“
(Petar)

Wo ist das Gefühl in unserer Welt?

Wenn Ihr Eures Trommelfelles überdrüssig seid, müsst Ihr nur auf einen afrikanischen Markt und dort nahe genug an den Musikboxen vorbei gehen.

Nahe genug

Schon gewusst? Das Wort „Kwacha“ (Sambias Währung) bedeutet „Morgen“.

Je mehr Geld es an einem Ort gibt, umso weniger lebt er.

Unterwegs ist mir aufgefallen, dass fast jedes entgegen kommende Fahrzeug Lichthupe gibt. Aber ich habe noch nicht herausfinden können, ob sie einfach „Hallo“ sagen oder vielmehr sicherstellen wollen, dass der Busfahrer am Steuer auch nicht eingeschlafen ist.

Finally… 3G …that actually works.“
(Reklamespruch der Firma Zamtel)

Süß

Süße Anonymität…
(Gedanken eines Weißen in einem Bus voller Afrikaner)

Die Frauen in diesen Ländern tragen ganz entzückende Flechtzöpfe, die schon eher an filigrane Kunstwerke als an eine Frisur erinnern.

Hot Dogs kann ich nur empfehlen. Sie sind immens lecker und sättigen so gut wie ein 3-Gänge-Menü. Nehmt Euch jedoch vor Innereiensuppen in Acht ! – Es sei denn, Ihr neigt zur Anorexie.

Da hängen ja ganze Völkerscharen aus Mücken an der Wand. Und nur eine Eidechse; niemals wird die mit denen fertig. In diesem Schlaraffenland müsste das Viech doch schon so fett sein, dass es sich gar nicht an mehr an der Wand halten könnte.
…Das ist irgendwie beklemmend. Aber welches Klo nehme ich jetzt? – Natürlich das unbeleuchtete!
(Gedanken während dem Zähneputzen in der Samfya Waterfront Lodge)

Fahrrad mit Kind

Wie geht’s“ – „Naja… man lebt.“ – „Keine Sorge, das geht vorbei.“

Wo will das Fahrrad mit dem Kind nur hin?

Alkoholiker sind hier ganz normale Leute.

Heute hier, morgen dort“ erweist sich als ein ganz vorzügliches Lied beim Reisen; je nach Stimmungslage in der Version von Hannes Wader oder den Schröders.

AAACCHH!
(Einheimischer, wenn ihm etwas nicht passt; das „C“ wird dabei zischend aus der Kehle heraus gepresst.)

Normal

In Sambia ist es vollkommen normal, eine Landstraße entlang zu gehen.

Es vereinigte den Charme eines Oktoberfest-Bierzeltes mit der Leichtigkeit eines Gründerzeitbahnhofs.“
(Albin Kessel über das Lustspielhaus zu Bayreuth; In: „Das Messingherz“ von H. Rosendorfer)

Das Wunderbare und zur gleichen Zeit Fatale an der Hoffnung ist, dass sie sich einen Dreck um Logik oder Wahrscheinlichkeiten schert.

Was soll man von einem Nahrungsmittelprodukt halten, wenn auf der Vorderseite der Verpackung „Real Meat“ steht?

Je größer der Geldbeutel, desto kleiner das Lächeln.

Einst sah ich eine Matratze, die über Felder sprang.

Das Duschwasser war so trüb wie seine Gedanken an dem Morgen.

,Gut-gut…‘, sagte er, ,wir chaben aufeinander geschossen… gut, gut, daß wir nicht getroffen chaben!‘“
(H. Rosendorfer, „Das Messingherz“)

Schönheit

Schönheit von der Festplatte zu löschen erschien mir widersinnig.

Ein Schlagloch, das nicht einmal einen Meter tief ist, ist doch kein richtiges Schlagloch.

Von Kabeln, die unisoliert von der Wellblechdecke hängen.

Muss ich meine Homophobie denn wirklich überwinden? – Ich meine, vielleicht hat sie ja einen Sinn.

Man, my shit’s gone!“
(Graham)

Meine neueste Theorie: Jesus Christus war der erste Backpacker Indiens.

Was ist das nur für ein bekloppter Spruch: „Man soll gehen, wenn es am schönsten ist“? Ha? Man soll doch gehen, kurz nachdem es am schönsten war!

Vorfahren

What to do, man…“
(Graham)

Man muss aber stets bedenken, dass Europa, eigentlich und zuallererst, von den Afrikanern kolonisiert worden war. Auf der anderen Seite, wer will schon einen Neandertaler als Vorfahren?
…Ein interessantes Konzept und wahrscheinlich vollkommen falsch.

Haben wir Menschen nicht seit Jahrtausenden bereits unsere DNA miteinander vermischt? Ich meine, die genetische Globalisierung begann schon viel früher als die kulturelle.
Was soll also dieser kolossale Mist von der Reinhaltung der Rassen?

Der Kampf gegen unliebsame Nagetiere wird hier mit Todeseifer geführt. Das einschlägige Rattengift heißt: „Doom“.

Das Konundrum

Immerzu und immerfort
Trägt die Zeit zu neuem Ort.

Müde Augen werden schwer;
Seele arm, hinkt hinterher.

Emotionen in der Achterbahn
Fühlen
Gotteskindern auf den Zahn.

Zu verschieden ist die Welt;
Was im Kleinen sie zusammen hält.

Gerüche, Farben sonderbar;
So scheidet sich das Menschenjahr.

Was zieht ihn in die Fremde heim?
Sucht und sucht, findt’ keinen Keim.

Das Rätsel bleibt verschlossen und,
Nie zu Ende g
ing der Reim.

Business

Das Leitungswasser verfügte über eine durchdringende Eisen-Note im Abgang. – Ich bin doch nicht schwanger!

How are yu, boss?“
„Fine, thank you very much. And how are you?“
„Yes, yu kno’…“ – Er senkt verschwörerisch seine Stimme: „I have business. Aah, business, business!“
„Oh? Wwhat kind of business?“
Aaah yu kno’.
Stones, stones!“

Bembabembabemba business bembabemba supavisa bemba yesterrday bembabemba at zerro-six hours bemba business bembabemba…“

Freilich ist es eine hohe Kunst, die Kamera auf holprigen Pisten im Wasser zu halten.

Kali-Yuga Mann! Wir leben im Zeitalter der Zerstörung! Aber keine Angst, es sind nur noch an die 400.000 Jahre.

Bunt

Ich habe bunte Salamander gesehen!

Neuer Zeitvertreib: Ameisen vom Frühstücksbrot schaben.

Was auch immer werden wird – es wird schon.

Bescheidenheit und Verständnis vermögen Herzen einfacher zu öffnen als Zorn oder Rechthaberei.

Das beste Mittel gegen Depression ist und bleibt ein gesunder Schlaf.
Aber was, wenn der Schlaf auch deprimiert wird?

Ein Vorhängeschloss an Toilettenpapierspendern anzubringen ist ein Armutszeugnis für die Menschheit!

Mehr kuscheln, weniger lesen.

Sticheleien

Kleine Sticheleien unter Freunden sind wie ein Desinfektionsmittel für das Ego. Sie tun kurz weh, säubern aber die Wunde eines aufgeblähten und zerissenen Selbstbildes.

Philantropie ist was für Rentner.

Wenn die Morgentoilette einmal zwei Stunden dauert, dann weiß ich, dass ich alt werde.

Sind Philatelisten eine bedrohte Art?“
(Arnold)

Fahr nach Botswana! Die Frauen sind hübsch und der Staat zahlt für die Kinder.

Obwohl’s ned schee is, is schee. Schee, oder?“ (Arnold)
Die Dialektik des Augenblicks.“ (Der Sammler)

Unmöblierter Tellerrand mit Mehrblick.“ (Der Sammler)
„Tagesmenü: Nudelsuppe für Nichtschwimmer.“ (Arnold)

Meter

Saft durch Freude!
Westentaschenfaschismus: Jeder fängt mal klein an.“
(Arnold)

Es ist ein Kreuz mit dem Rücken: Jeder schmerzfreier Meter ist ein guter Meter.

Selbstgemachte Hamburger und dazu Gin Tonic. Das Frühstück für den bewussten Backpacker.

VORSICHT! Der hat sich mit Wahrnehmung angesteckt!

„Ein Schabrack kommt selten allein.“
(Arnold)

Autan Junior – Von Kindern fernhalten.

Schabracken

So, oos. Schnops!“
(Arnold; auf deutsch: So, aus. Schnaps!)

Synchronpinkeln – Olympische Disziplin oder schlichte Sympathie?

Wie transportiert die Ameise einen Flecken Bratensoße?
Sie wartet, bis er hart wird.

Andere Länder, andere Träume.

Frauen, die auf der Straße rauchen, sind keine Prostituierten! Zumindest nicht alle.

Trägheit als beschleunigendes Moment für Sonnenbräune.

Ein seelenloser Abschied fühlt sich nicht richtig an.

Und ich bleibe dabei: Milch ist ein Getränk!

Flower

Im einzigen Café von Lusaka werden tagtäglich wahrscheinlich Milliardendeals vereinbart, und wir überlegen, ob wir jetzt umgerechnet zehn oder vielleicht sogar zwanzig Euro ausgeben sollen.

These days, mayo, death is life. In my business here I make more money from the flowers I sell for the dead than from selling food for the living.“
(E. Banda-Aaku, „Patchwork“)

Der Teufel ist ein Drittes Reichhörnchen: „Nationalparrk… SCHTONK!!“

Je älter ich werde, umso liebevoller streiche ich Butter aufs Brot.

,The whole eight hours, I didn’t go to the toilet,‘ she says. ,Because I didn’t want my wee to drop on someone’s head.‘“
(
Die Protagonistin über ihre erste Flugzeugreise; E. Banda-Aaku, „Patchwork“)

Konzept

SCHTONK!!

Angesteckt

Markt

Auf der Straße

One End.

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